Callcenter - Maschinenräume der Abzockerszene

02.07.2019 – Ohne sie würde der Betrug mit der Kölner Masche nicht funktionieren. Und schon gar nicht die Bauernfängerei mit der Doppel-Anruf-Masche. Die Rede ist von den Call-Centern der Szene.

[Anzeigenbetrug mit der Kölner Masche]
[Der Trick mit der Doppel-Anruf-Masche]

Ein Grund, sich in diesem Beitrag näher mit ihnen zu befassen.

Unsere Quellen sind ehemalige Geschäftspartner und Mitarbeiter derartiger Firmen, die auf diese Weise ihre Distanzierung von dem Geschäftsmodell zum Ausdruck bringen wollen, sicherlich mitunter auch, weil es zu Zerwürfnissen gekommen war. Teils meldeten sich auch Produktionsfirmen von Fernsehformaten oder Journalisten von Printmedien, um im Hinblick auf eigene Recherchen Einzelheiten zu erfragen und machten im Gegenzug Angaben, was man selbst bereits recherchiert habe. Es kam auch schon vor, dass Hinterleute derartiger Firmen ein persönliches Gespräch in unseren Räumen zu führen wünschten, um ihre Sicht der Dinge darzutun. Auch auf diese Weise konnten Hintergrundinformationen erfragt werden.

Vorweg: das (!) Call-Center gibt es nicht in der Abzockerszene. Und nicht alle, die bei Betroffenen anrufen, sind Betrüger. Einige sind gutgläubig, wurden selber herein gelegt, brauchen mehr oder minder viel Zeit, bis sie merken, was wirklich gespielt wird. Die, die dann immer noch dabeibleiben, sind zumeist Hungerlöhner. Und enden häufig als betrogene Betrüger. Den Reibach machen nicht sie. Sondern die Hinterleute.


Gesucht: Telefonisten für wenig Geld

Viele der Callcenter sitzen im Ausland. Auf den Kanarischen Inseln, Mallorca, dem spanischen Festland, Portugal. Oder der Türkei. Überall dort, wo es Deutsche oder Deutsch mit wenig Akzent sprechende Menschen gibt, die Arbeit vor Ort suchen. Wo man nicht unbedingt auf deutsche Aussteiger gewartet hat. Sie bekommen nicht viel mehr als den Lohn, den auch die Einheimischen vor Ort verdienen. Für den sich in Deutschland niemand ans Telefon setzen würde.

Doch nicht immer bietet der Arbeitsmarkt rund um das Mittelmeer genug Deutschsprachige, die für solche Tätigkeit in Betracht kommen. Oder sich dafür hergeben wollen. Die Callcenter haben einen schlechten Ruf. Vor allem auch, was die Zahlungsmoral betrifft. Dann suchen die Firmen in Deutschland. So wurden in Dresden mit einer Ebay- Kleinanzeige von einer Abzockerfirma Hilfswillige für einen Portugal-Einsatz gelockt:

„Auswandern?, kein Problem! Telefonisches Verkaufstalent gesucht!“

Günstige Kaffeepreise werden mittels eigenwilliger Rechtschreibung angeboten: „ein Café kostet im Café 70 Cent“. Viel teuer durfte der auch nicht sein, denn die Gegenleistung für den Job war bescheiden. Aus dem Angebot an die Auswanderungswilligen:

„Verdienst/was bieten wir:
- in den ersten 15 Tagen, kostenloser Flug(ggf. auch zurück), kostenlose Unterkunft, kostenloses Mittagessen, sowie ein kleiner Obolus von 300 Euro
- ab dem 16ten Tag ein Arbeitsvertrag, mit 850 Euro netto + Provision, kostenlose Unterkunft
- nach der Probezeit, 1000 Euro netto + Provision
- Arbeitszeit von Montag – Freitag“

Im deutschsprachigen „Wochenblatt – Die Zeitung der Kanarischen Inseln“ las sich das Anfang 2014 bei einer anderen Firma so:

„Wir suchen für unsere Büros im Süden und im Norden Teneriffas engagierte Telefonverkäufer. Wir erwarten Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit und Fleiß. Wir bieten Festgehalt zuzügl. Provisionen und Boni auf Nomina. Pünktliche Auszahlung und flexible Arbeitszeiten. Erstbewerbung bitte unter angegebener Telefonnummer oder E-Mail.
Tel.[…]“

1000 Euro verdienten Sie auf diese Weise bei Vollzeittätigkeit, wurde uns von Aussteigern berichtet. Pro Monat. Brutto. Auf dem Papier. Ob das Geld tatsächlich kam, war dann immer noch eine Glücksfrage. Währenddessen machten sich die Chefs lustig. Aus uns zugespielten Chatprotokollen:

26.03.2014 12:40:09 Hansi harry hab gerade den ersten mitarbeiter eingestell für montag
26.03.2014 12:40:51 Hansi Karin lass mich raten<. weiblich, jung, hübsch und willig hahaha

Dass ihr Gesprächspartner im Ausland sitzt, ist für die Angerufenen bei solcherart Callcenter nicht immer deutlich: der Technik sei Dank, kann eine falsche Telefonnummer erzeugt werden. Oder sie wird unterdrückt.


Vertragsstrafe für Aussteiger

Hat man in der Szene jemanden gefunden, der im Callcenter arbeiten will, hat er zu bleiben, verlangt man bei den Firmen. Die Fluktuation ist hoch. Viele Mitarbeiter, die nach einigen Tagen merken, was gespielt wird, wollen das nicht mitmachen und schnell aussteigen. In einem Arbeitsvertrag einer ostwestfälischen Firma wurde durch einen Passus des Arbeitsvertrages eingeschüchtert, der mit „Vertragsstrafe“ überschrieben war:

„Für den Fall der vorsätzlichen oder fahrlässigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses ohne Einhaltung der Kündigungsfrist oder der von dem Arbeitnehmer vorsätzlich oder fahrlässig veranlassten Beendigung des Anstellungsverhältnis durch den Arbeitgeber beträgt die Vertragsstrafe ein monatliches Bruttogehalt. Maximal beträgt die Vertragsstrafe jedoch das Bruttoentgelt welches der Arbeitnehmer bei der der Einhaltung der Mindestkündigungsfrist erhalten hätte.

Das Recht des Arbeitgebers, einen weiter gehenden Schaden geltend zu machen, bleibt unberührt.“


Die Schweigeverpflichtung …

Die Abzocker-Szene mag es nicht, wenn Interna aus Innenleben nach außen dringen. Gleich, ob die Firmen im Ausland oder in Deutschland sitzen. Aus einem Arbeitsvertrag einer ostwestfälischen Firma, die mit der Doppel-Anruf-Masche arbeitete:

„Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, während des Arbeitsverhältnisses und nach seiner Beendigung über alle Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sowohl gegenüber Außenstehenden als auch gegenüber anderen Mitarbeitern, die mit dem betreffenden Sachgebiet nicht unmittelbar befasst sind, Verschwiegenheit zu wahren.“

In Rheinland-Pfalz schüchterte eine Firma aus der Kölner-Masche-Welt noch drastischer ein: wenn der Mitarbeiter nicht schweige, müsste er einer Vertragsstrafe von einer Million Euro zahlen, hieß es Offenbar setzt man drauf, dass es Einfaltspinsel gibt, die so etwas für wahre Münze nehmen.


… und die Drohung mit Hells Angels

Mitunter hilft man mit Gewaltandrohung nach. Wer von den Call-Center-Mitarbeitern nicht mehr mitmachen wollte, bekam in einem auf den Kanarischen Inseln angesiedelten Doppel-Aruf-Callcenter von den deutschen Betreibern auf den Weg: wenn man mit der Presse oder „dem Internet“ reden würde, käme man mit dem Baseball-Schläger. Oder den örtlichen Hells Angels; mit denen stände man in Verbindung.


Beliebt: ein outgesourctes Callcenter

Nicht alle Firmen betreiben das Callcenter in eigener Regie. Manche greifen auf die Dienste eines bestehenden Callcenters zurück, mit dem sie einen Vertrag schließen. Und lassen ab dann arbeiten.

So suchte zum Beispiel ein deutscher Abzocker mit einer Anzeige auf Mallorca nach einem Call-Center:

„Auftragscallcenter zu guten Konditionen gesucht“

Weiter eins-zu-eins aus dem Text:

„Namenhaftes, renomiertes Unternehmen(langjährig auf dem Markt platziert) sucht Auftragscallcenter zum Vertrieb von seriösen Marketingprodukten, wie z. B. Google AdWords Anzeige, oder z. B. im Social Media Bereich Facebook Werbeanzeigen, Aquisition erfolgt ausschliesslich in den deutschprachigen Raum […]
Es handelt sich hier rein um den Vertrieb(B2B), Verwaltung hierfür wird durch den Auftraggeber durchgeführt.“


30/70-Vereinbarung

Uns wurden vor einiger Zeit die Verträge zwischen einer deutschen Kölner-Masche-Firma und einem türkischen Auftrags-Callcenter zugespielt. Da gibt es eine deutschspachige “Rahmenvereinbarung für die Übertragung von Anzeigenverträgen.“ Das Call-Center heißt darin „Veräußerer“, die Kölner-Masche-Firma „Erwerber“.

Wir zitieren daraus:

"Präambel:

Der Veräußerer ist Inhaber einer Handelsagentur. Er beschäftigt Außendienstmitarbeiter, die Gewerbetreibende akquirieren, die ihrerseits Anzeigenaufträge an die Handelsagentur erteilen. Der Veräußerer vertreibt diese Anzeigenaufträge weiter, wodurch er durch den zustande gekommenen Vertrag mit den einzelnen Gewerbetreibenden berechtigt ist.

Der Erwerber unterhält ein Internetbranchenbuch unter der Domain Go-City.org. Er selbst hält aktuell keinen eigenen Außendienst vor. Da der Veräußerer nicht alle der akquirierten Anzeigenaufträge abwickeln kann, treffen die Parteien folgende Vereinbarung:

§ 1 Vertragsgegenstand

Der Veräußerer bietet dem Erwerber regelmäßig die Übernahme geschlossener Anzeigenaufträge an. Der Erwerber hat die Möglichkeit, diese nach Prüfung des rechtmäßigen Zustandekommen der Aufträge zu übernehmen. In diesem Fall werden die übernommenen Verträge einzeln anhand des als Anlage 1 beigefügten Musters übertragen. [….]

§ 2 Kaufpreis

Für jeden übertragenen Vertrag auf den Erwerber erhält der Veräußerer einen Kaufpreis in Höhe von 30% des Auftragswertes.[….]

§ 5 Geltendes Recht

Für diesen Vertrag sowie die künftig zu schließenden Übertragungsverträge gilt ausschließlich deutsches Recht."

Die in § 1 der Rahmenvereinbarung erwähnte Anlage hat folgenden Wortlaut:

"[….]
Der Veräußerer überträgt folgende Anzeigenaufträge auf den Erwerber:

[…]

Der Erwerber verpflichtet sich, die die Veröffentlichungen auf eigene Kosten mit den im zugrunde liegenden Vertrag vereinbarten Bedingungen durchzuführen. Er übernimmt zu diesem Zwecke sämtliche vertraglichen Verpflichtungen vom Erwerber.

Der Veräußerer erklärt im Hinblick auf die oben genannten Verträge nochmals ausdrücklich, dass diese in rechtmäßiger Art und Weise zustande gekommen sind, insbesondere dass die Vorschriften des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) sowie sonstiger Gesetze bei der Akquise der Aufträge beachtet wurden."

Outsourcing, ob in Deutschland, Spanien oder der Türkei hat aus Sicht der Abzocker nicht nur den Vorteil, dass man sich die Mühen der Akquise erspart. Die Masche hat auch den vermeintlichen Vorteil, vor Problemen sicher zu sein: nicht nur wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Sondern vor allem vor den Strafverfolgungsbehörden - hofft man jedenfalls. Kann man doch dann immer argumentieren, mit Lug und Trug rein gar nichts zu tun zu haben; das externe Call-Center sei an allem schuld.


Gesprächsleitfaden

Ein Kölner Masche-Verlag aus Rheinland-Pfalz gab einen Gesprächsleitfaden vor. Angerufen wurde bei Gewerbetreibenden, die bei einem anderen, seriösen Verlag eine Anzeige auf einer Karte geschaltet hatten, die dann in Behörden, Bushaltestellen oder ähnlichen Orten aushing. In dessen Gefolge sollte der Anrufer segeln.

„Guten Tag, Mustermann mein Name vom [XYZ-Verlag], grüße Sie.

Wer war denn bei Ihnen im Hause noch einmal zuständig für die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit?

Ach Sie, ja optimal dass ich Sie direkt am Telefon habe, und zwar geht es um Ihre Werbeanzeige auf der Wirtschaftsraumkarte [aus Ihrem Ort].

Da sollten wir uns ja vor Drucklauf noch einmal bei Ihnen melden. Zum einen zwecks Korrekturlesung Ihrer Werbeanzeige, ob noch alles so passt oder ob Sie eventuell Änderungswünsche haben, und zweiter Punkt, welcher Ihnen ja GANZ wichtig war: der Vertrag soll dann ja auch nach diesem Jahr automatisch und ohne schriftliche Kündigung enden, korrekt? (95% der Kunden verneinen, legen auf, möchten Vorvertrag etc. an diesem Punkt)

Genau, und aus diesem Grund bin ich, Mustermann mein Name, am xx.xx.xx bei Ihnen in der Region und benötige da auch 5-10 Minuten Ihrer kostbaren Zeit für besagte Korrekturlesung, wann hätten Sie denn Zeit für mich?

11:15 Uhr? Okay, habe ich notiert, ich fasse noch einmal zusammen, ich komme am xx.xx.xxxx bei Ihnen vorbei, um 11:15 Uhr bin ich da und habe Ihre Werbeanzeige mit dabei, wir schauen gemeinsam drüber ob noch alles so passt oder ob es Änderungswünsche gibt, halten diese dann unter Umstände. auch gemeinsam fest. Im Vertrag selbst vermerke ich Ihnen "Kein Abo Vertrag- Vertrag läuft automatisch und ohne schriftliche Kündigung aus". Dauert also wirklich nur 5 Minuten, drüber schauen, unterschreiben und dann bin ich auch schon wieder weg.

Dann bis nächste Woche, ich freue mich und wünsche eine angenehme Woche.“


Lüge mit der vergessenen Kündigung

Ähnlich der Schmu bei einer Doppel-Anruf-Firma aus Ostwestfalen. Hier sollten sich die Mitarbeiter an diesem Leitfaden für Neukunden orientieren:

„Guten Tag mein Name ist........... von der [Anmerkung Rechtsanwälte Radziwill: an dieser Stelle folgt der Firmenname].

Spreche ich mit Herrn /Frau.........., super.

Es geht um Ihren bestehenden Eintrag im Werbeportal...........vom letzten Jahr, er hat sich ja auf Grund der fehlenden Kündigung um ein weiteres Jahr verlängert. Ist das denn gewünscht, dass der Eintrag noch läuft,oder soll er mal zum nächstmöglichen Termin automatisch auslaufen? Wenn ja, dann fragen ob er das Jahr noch laufen soll, oder nach einem halben Jahr enden soll. Fragen, ob der Eintrag vergessen wurde zu kündigen, und er nichts gebracht hat. Wenn er auslaufen soll, dann folgendes sagen!!
Dann werde ich jetzt folgendes tun. Ich storniere den alten Vorgang mit der Verlängerung für das ganze Jahr raus und setze es für die verbleibende Laufzeit neu auf mit automatischer Kündigung. So dass der Verlag hier nicht die Verlängerung rausschickt und Sie dann nach Beendigung der Laufzeit dann auch gelöscht werden. Das sind dann für die verbleibende Laufzeit nochmal..... Euro.

Dann gebe ich das ganze nochmal in die Datenabteilung weiter, die melden sich gleich nochmal bei Ihnen um es dann nochmal auf Band zu bestätigen dass der Eintrag neu aufgesetzt wird mit automatischer Beendigung. Die Unterlagen gehe ihnen dann in den nächsten Tagen nochmal schriftlich zu. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen haben sich nicht geändert. Können aber auf der Homepage www........., nachgelesen werden.

Dann danke ich ihnen und wünsche noch einen schönen Tag.“


Segeln unter falscher Flagge

Einer Firma auf Gran Canaria verlangte von ihren Mitarbeitern, dass sie sich als Herausgeber des „offiziellen“ Telefonbuchs ausgeben:


Gesprächsleitfaden des "Örtlichen Telefonbuchverlag"


Der Schmu bei dieser Firma wurde rasch von den neuen Call-Center-Mitarbeiter bemerkt, als man ihnen Exemplare der „offiziellen“ deutschen Branchenbücher („Gelbe Seiten“) gab. Sie wurden angewiesen, sich eine beliebige Spalte vorzunehmen und die Geschäftsleute anrufen. Auf die Frage, wie es sein könne, dass es keine eigenen Kundenlisten gäbe, wo es doch um die Verlängerung eines bestehenden Eintrages ginge, hieß es lapidar, jeder, der in den Gelben Seiten stände, sei auch Kunde ihrer Firma.


Warnung: ungemütliche Berufgsgruppen

Bestimmte Berufsgruppen, so wird den neuen Mitarbeitern gleich am Anfang gesagt, sollten nicht angesprochen werden. Rechtsanwälte und Steuerberater seien immer so ungemütlich; die würden dann unter anderem im Internet berichten. Aus uns zugespielten Chatprotokollen von Hinterleuten, die Rechtschreibfehler haben wir übernommen:

08.04.2014 08:46:54 karin passemann quote hin und her, ich weiss von anderen callcentern, dasd anrufe nicht nur bei ra verboten, da gefährlich sind, sondern auch bei steuerberatern. auch von denen kommen die negativeinträge. diese info habe ich nicht von dem zimmermann, sondern von einer stammtischlerin, die im sonnenland arbeitet. und das schon von ca. 6 monaten . ich öchte doch, genau wie du, dass eute firma noch lange besteht !!!!!!!!!
08.04.2014 08:49:36 Hansi harry man kann es ja nicht mehr wie sagen, wenn sie nicht hören fliegen sie raus freundschaft hin oder her uns hilft auch keiner
08.04.2014 08:51:34 karin passemann ich meinte nicht sabrina, im übrigen stimme ich dir voll zu, sondern dave telefoniert steuerberater und das mit gutem erfolg. aber das ist eine ganz heisse branche. ich würde dort nicht anrufen lassen !!!!!!!!!!!!


Und werden selber betrogen

Unter Betrügern geht es selten fein zu. Diese Erfahrung machen häufig auch diejenigen, die merken, um was es geht. Und trotzdem nicht aufhören. Wenn nach mehr oder minder langer Zeit die Hinterleute die Firma schließen gibt es kein Geld. In der nächsten Firma, die gegründet wird, werden andere eingestellt.

Und auch das gibt es: die vermeintliche Beförderung. Man darf als Chef fungieren. Wird in den örtlichen Handels- und Gewerberegistern eigetragen. Und sieht sich am Ende mit erheblichen Steuerforderungen nebst Strafverfahren konfrontiert; denn die Hinterleute haben das Geld entgegen genommen, aber das Finanzamt einen guten Mann sein lassen.

Auch das eine oder andere Auftrags-Callcenter hat schon diese Erfahrung gemacht: außer Spesen nichts gewesen.


Lohnende Masche für die Abzocker

Der Einsatz von Call-Centern, ob als eigenes oder als Auftrags-Callcenter, rechnet sich. Von fünf Angerufenen erteilt einer einen Auftrag, wurde uns als Erfolgsquote mitgeteilt. Die sehen sich dann Forderungen von teils etlichen Tausend Euro ausgesetzt. Und auch eine weitere Zahl wurde uns von einem früheren Firmenbetreiber einmal genannt. 70%. So viele wehren sich nicht, sondern zahlen über kurz oder lang.

In Anbetracht des geringen Aufwandes für die Gegenleistung bleibt für die Hinterleute von Kölner Masche und Doppel Anruf-Masche viel übrig. So viel, dass solch Betrug bis heute nicht ausgestorben ist.



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