Neues von der GWE Gewerbeauskunft Zentrale

01.06.2012 – Mehr als ein Vierteljahr ist verstrichen, seit wir das letzte Mal von der GWE Wirtschaftsinformations GmbH, der Betreiberin der Internetseite gewerbeauskunft-zentrale.de, in unserem Blog berichteten. Eine der "Großen" in der Abzockszene. Damals drohte die GWE über ein Inkassounternehmen denen, die sich nicht über den Tisch ziehen lassen wollten, in dem sie die Kopie eines vorausgefüllten Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides zusandte.

Tatsächlich haben wir zwischenzeitlich auch einen Mahnbescheid gesehen, der vom Gericht erlassen worden war.

In Ziffern: 1! Die GWE Wirtschaftsinformations GmbH traut sich derartiges offensichtlich nur selektiv – bestimmte Anwälte will man nicht vor Gericht auf der Gegenseite haben. Wer von unserer Kanzlei Radziwill ● Blidon ● Kleinspehn vertreten wurde, hat keinen Mahnbescheid erhalten.

In dem einen Mahnbescheid wurde als Gericht, vor dem eine streitige Verhandlung durchzuführen wäre, das Amtsgericht Düsseldorf angegeben. Wer Insider-Wissen hat, wird davor keine Angst haben müssen. Verfahren in Düsseldorf wurden in der Vergangenheit zu einem Fiasko für die GWE Wirtschaftsinformations GmbH. Vermutlich hofft man, diejenigen, die sich mit den Hintergründen nicht auskennen, würden einknicken und zahlen.

Gegen den einen Mahnbescheid wurde übrigens Widerspruch eingelegt. Fast ein Vierteljahr ist das jetzt her. Würde die GWE Wirtschaftsinformations GmbH ernsthaft meinen, ihr stände für einen Eintrag auf der Internetseite gewerbeauskunft-zentrale.de eine Forderung zu, hätte sie Gerichtskosten einzahlen und damit die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragen müssen – vor dem Amtsgericht Düsseldorf. Das ließ man dann doch lieber sein – verlorene Urteile machen schnell die Runde und dann ist es schneller aus mit dem Geschäftsmodell, als man erhofft.

Das Geschäftsmodell scheint nämlich so lukrativ zu sein, dass man davon nicht lassen möchte. Auch in den letzten Wochen ist die GWE Wirtschaftsinformations GmbH wieder aktiv auf Abzocktour. Minimalst nur verändert gegenüber dem vom Oberlandesgericht Düsseldorf verbotenen Formular ist das Neue: es soll weiter bei den Empfängern der Eindruck erweckt werden, eine Institution, mit der man bereits in Geschäftsverbindung stände, würde Daten aktualisieren wollen. Jetzt heißt es nicht mehr "Marketingbeitrag mtl. zzgl. USt: 39,85“, sondern "Marketingbeitrag jährlich incl. USt: 596,06“. Natürlich will die GWE Wirtschaftsinformations GmbH auch weiterhin für zwei Jahre abkassieren.

Wenn man in der Annahme, es handele sich um die Überprüfung der Daten für einen kostenlosen Eintrag, das GWE-Formular unterschrieben und zurück gesandt hat, ist eine frühestmögliche Reaktion der sicherste Weg, um deren Forderung erfolgreich abwehren zu können.

In weiteren Blog-Beiträgen setzen wir uns mit der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH und ihrer Internetseite Gewerbeauskunft-Zentrale.de auseinander:

[Zum Blog-Beitrag vom 16.06.2011]
[Zum Blog-Beitrag vom 09.07.2011]
[Zum Blog-Beitrag vom 15.07.2011]
[Zum Blog-Beitrag vom 22.12.2011]
[Zum Blog-Beitrag vom 22.02.2012]
[Zum Blog-Beitrag vom 25.03./30.03.2013]
[Zum Blog-Beitrag vom 12.04.2013 mit Update vom 14.10.2013]
[Zum Blog-Beitrag vom 27.05.2014]

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